Der Wildnis entkommen - Bear Grylls
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Originaltitel: True Grit

Taschenbuch: 380 Seiten
Erschienen: 30. Mai 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783864701689
Preis: 24,99 €

SPIEGEL-Bestsellerautor Bear Grylls erzählt ­Geschichten von Heldenmut und Überleben. Er berichtet von Spionen und Soldaten, von Entdeckern und Abenteurern. Von einem abgeschossenen Bomberpiloten, der sich von hungrigen Haifischen ernährte, von einem Navy SEAL, der sich schwer verwundet durch die Berge Afghanistans schleppte, oder vom Opfer eines Flugzeugabsturzes, das nur überleben konnte, weil es zum Kannibalen wurde. Überleben ist nicht immer schön. Die Menschen in diesem Buch haben alle eines gemeinsam: Sie sind echte Helden.

Inhalt


Das erste Kapitel bzw. die erste Geschichte hatte mich bereits so in den Bann gerissen, dass ich die anderen Geschichten kaum abwarten konnte. Dort geht es um den Flugzeugabsturz in den Anden, der heute auch als das "Wunder der Anden" bekannt ist. Am 13. Oktober 1972 zerschellte eine Maschine mit 45 Insassen auf einem Berghang. Im ersten Moment würde vermutlich jeder denken, dass so einen Absturz keiner überleben würde, erst recht nicht in 4.000 Meter Höhe auf einem mit Schnee und Eis bedeckten Berg. Doch einige Insassen konnten sich aus dem Wrack befreien und kämpften ums Überleben. Da jedoch weit und breit keine Nahrungsquellen zu finden waren, mussten sich die Überlebenden von den toten Insassen ernähren. Viele entschieden sich anfangs gegen den Kannibalismus, doch die hilflose Lage drängte letztendlich alle zu diesem Schritt. Nach 72 Tagen konnten 16 der Überlebenden endlich gerettet werden.

Schon diese Geschichte war so interessant zu lesen, wie jede weitere des Buches. Es ist unglaublich wie ein Mensch solche Zustände aushalten kann. Niemand kann sich solche Situationen vorstellen, wenn er sie nicht selbst erlebt hat, doch an diesen Menschen sieht man, dass das Unmögliche tatsächlich möglich ist. Natürlich würde jeder sofort sagen, dass er niemals Menschenfleisch essen würde, doch wie denkt man, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt?

Durch den Film 127 Hour kennt vermutlich auch jeder die Geschichte von Aron Ralston, dem im Grand Canyon ein Felsbrocken die rechte Hand einklemmte. 5 Tage lang versuchte er sich zu befreien, bis er sich letztendlich für eine Selbstamputation der Hand entscheiden musste um zu Überleben. Da sein Taschenmesser jedoch zu stumpf war um die Knochen zu durchtrennen, brach er sich Elle und Speiche und konnte so überleben.

Wie stark muss der Wille eines Menschen sein, dass er sich selbst ein Körperteil amputieren kann. Als ich das Buch gelesen habe, musste ich mich immer wieder solche Dinge fragen. 

Nun aber noch ein paar Worte zu Bear Grylls. Er hat dieses Buch so realistisch und zugleich spannend geschrieben, dass man manchmal den Atem anhalten musste. Ich war fasziniert, schockiert und nach jeder Geschichte interessiert noch mehr darüber zu erfahren. So habe ich viele Stunden bei Google verbracht um mehr über die Soldaten, Bergsteiger oder Wissenschaftler zu erfahren, die sich nur durch ihre eigene Kraft retten konnten.

Fast alle Helden die in diesem Buch erwähnt wurden, haben nach ihrem Erlebnis ein Buch geschrieben, welches man auf den letzten Seiten in einer Lektürenempfehlung finden kann. Die Geschichten von Nando Parrado und Aron Ralston waren für mich die interessantesten und daher habe ich euch auch hauptsächlich von diesen erzählt. Ich möchte auch definitiv die Bücher von ihnen lesen um noch mehr über ihren Kampf mit sich Selbst zu erfahren.   

Vielen Dank an den Plassen Verlag für das Rezensionsexemplar! :)))

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