❄ Das Flüstern des Schnees - Alexi Zentner
3 Kommentare
Originaltitel: Touch
Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
Verlag: btb Verlag
Erschienen: Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442752892
ISBN-13: 978-3442752898
Preis: 19,99 € 
Amazon: Das Flüstern des Schnees  

Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt.
Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. An diesem magischen Ort, wo die Geheimnisse der Einwohner weitergeflüstert werden, bis sie zu märchenhaften Erinnerungen gefrieren. Wo sich das Leben zu Geschichten verdichtet, und Geschichten auf einmal lebendig werden. Und wo sich nun auch Stephen der Mahnung des Großvaters stellen muss, dass wir nur die eine Wahl haben: entweder wir lieben, und zwar ganz und gar – oder uns bleibt nur der Tod.


Wie man vermutlich auf meinem Blog gemerkt hat, lief das lesen in den letzten Wochen nicht so gut. Der Grund dafür war dieses Buch. Ich hatte eine totale Leseflaute und seit geschätzten mehreren Wochen habe ich mich durch dieses Buch gekämpft. Nun bin ich ehrlicherweise wirklich froh, dass ich es endlich beendet habe.

Es gab Stellen im Buch, die unglaublich verwirrend waren. Erstens waren die Sätze sehr verschachtelt und manchmal war die Übersetzung nicht die Beste und sorgte nur für einen rauchenden Kopf. Das Nächste waren dann die ganzen Zeit- und Personensprünge. So schwirrt man in den Gedanken des Protagonisten Stephen, seinem Vater und seinem Großvater. Die Geschichten sind teilweise langweilig, aber springen auch plötzlich in eine sehr spannende Phase. So beginnt die Geschichte in der Sicht von Protagonist Stephen, als dieser noch ein kleiner Junge war. Seine Schwester bricht im Eis ein und deren Vater springt hinterher. Beide sterben und hinterlassen Stephen mit seiner Mutter in Sawgamet. Dann werden die Geschichten von seinem Vater und Großvater erzählt. An sich waren auch diese Geschichten ganz spannend, sobald man den Höhepunkt dieser erreicht hatte. 

Sawgamet ist eine Kleinstadt in Kanada und dort herrscht ein tiefer und kalter Winter. Genau das ist im Buch sehr gut rübergekommen. Jedes Mal wenn ich mich mit dem Buch auseinander gesetzt habe und mich in den Sätzen verloren habe, wurde mir immer kalt. Eine Decke war also ein Muss zu dieser Lektüre. Die Gefühle die durch dieses tiefen Winter ans Licht kommen, zeigen uns wie schwer es sein kann in so einer Gegend zu wohnen. Es geht wahrhaftig um das nackte Überleben, auch wenn dazu Kanibalismus gehört!

Wer meinen Lesegeschmack kennt, der weiß das Magie und Zauber nicht dazu gehören. Und auch hier hatte es mir leider nicht gefallen. Ein plötzlich goldenes Karibu im Wald zu finden oder seltsame Geschöpfe die einen unter Wasser ziehen oder durch den Wald wandern. Das war wirklich das letzte was ich bei dieser Geschichte erwartet hatte.

Ich habe mich noch nie so schwer getan ein Buch zu lesen. Es hatte mir einfach gar keinen Spaß gemacht und das fand ich sehr traurig. Gerade da es Teil einer Leserunde war! Ich habe mich wie ein Aussenseiter gefühlt, da allen in der Leserunde das Buch unglaublich gut gefallen hatte. Ich bin vermutlich auch die letzte, die das Buch beendet hat und sich nun endlich freut die Rezension einzureichen und das Buch im Regal verschwinden zu lassen. 

Kommentare:

  1. Oh nein, was muss ich da lesen .. Uch werde wahrscheinlich deiner Meinung sein, denn auch ich kann mit solchen Aspekten in einer Geschichte leider nichts anfangen.. Sehr schade.. Dabei liegt das Manuskript hier noch so unangetastet :/ verdammt..

    Liebst, Lotta

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  2. Also langsam muss ich mir das Buch mal schnappen, denn deine Rezi iste cht überzeugend.

    Lg Inka von http://lebensleseliebelust.blogspot.de/

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  3. Schon komisch, dass ich nach negativen Rezis immer das Gefühl habe, dass ich das Buch lesen muss, um zu sehen, ob es wirklich schlecht ist oder einfach Geschmackssache ist... warum interessiert mich das nur??? :DD haha.
    Aber ich kann das total verstehen, dass dich die magischen Aspekte verwirrt haben! Ich hatte das bei "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" ... das sind auch auf einmal solche Wesen aufgetaucht und ich war furchtbar verwirrt, was das sollte, weil es nichts zur Geschichte beigetragen hat...
    LG J

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