Kim Izzo - Mr. Darcy bleibt zum Frühstück
1 Kommentar
Da ich das ganze Wochenende im Bett verbringen musste, hatte ich viel Zeit endlich ein paar Bücher zu lesen. So konnte ich zwei Bücher beenden, darunter das Buch der Lovelybooks Leserunde.

Ich war von Anfang an sehr gespannt, da ich noch nie etwas von Jane Austen gehört hatte. (Liebe Fans bitte erschlagt mich nicht!) Aber die Story klang gar nicht mal so schlecht und so habe ich mich bei der Runde beworben. Umso mehr habe ich mich dann noch gefreut als ich eine Zusage bekommen hatte!  Als das Buch dann endlich da war, musste es noch zwei Wochen warten, da ich noch mitten in der Biografie von Bear Grylls war.

Gute Freunde, toller Job bei einem Frauenmagazin und stolze Besitzerin der kompletten Jane-Austen-DVD-Sammlung: Katherine kann nicht klagen. Gut, ihr Freund hat sich mitsamt den Ersparnissen aus dem Staub gemacht, und ihr Vierzigster steht kurz bevor – aber das Leben geht weiter. Doch dann schlägt das Schicksal erneut zu: Katherines Großmutter stirbt, sie verliert ihren Job und sitzt auf einem gigantischen Schuldenberg. Höchste Zeit für einen Plan B. Was würde Jane Austen tun? Natürlich, ein reicher Gatte muss her! Doch kurz vor dem Ziel kommen Katherine Zweifel: Ist Mr. Rich auch Mr. Right?

Kate ist Beautyredakteurin eines Modemagazins in New York und gerade frisch von ihrem Freund getrennt und ausgebeutet. Sie wohnt mit ihrer Schwester, Mutter und Großmutter gemeinsam in ihrem Generationen-Haus. Sie haben alle eine gute Beziehung, doch ihre Mutter hat eine Spielsucht, die die Atmosphäre mit der Zeit verhärtet. Kate verliert ihren Job in der Redaktion und ist am Boden zerstört. Doch ihre Großmutter ist das Größte für Kate, sie ist ihr Dreh- und Angelpunkt. Doch sie ist krank und Kate erfährt bald, dass ihre Großmutter einen Tumor hat und nur wenige Wochen später, stirbt sie friedlich. Und nun muss das Haus zwangsversteigert werden, da die Schulden der Mutter zu groß sind und auch einfach kein Geld mehr reinkommt. Kates letzter Artikel soll ein Jane-Austen-Hochzeitsratgeber sein, welcher zeigen soll, wie man sich einen reichen Mann angelt. Doch Kate verliert sich in ihrer Aufgabe und setzt es sich selbst als Ziel, nun endlich einen reichen Mann zu heiraten. Wir begleiten sie auf den vielen Reisen die sie unternimmt, um Mr. Right zu finden.



Die Geschichte selbst kennt man natürlich schon aus diversen Filmen. Beautyjournalistin schreibt einen Artikel über Liebe und Heirat mit millionenschweren Männern und verliebt sich. Doch Kate erleidet vor ihren Plänen einen Schicksalsschlag, denn ihr Großmutter stirbt. Daher ist sie noch entschlossener sich einen reichen Mann zu angeln, da es ihr das Herz bricht aus dem Haus zu ziehen. 

Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht so sehr überzeugt hat, wie ich erhofft hatte. Ich hatte mir gewünscht mit dem Buch etwas näher an einen Jane Austen Roman zu kommen. Doch nach all den Meinungen habe ich feststellen müssen, dass dies nur ein billiger Abklatsch davon ist. Sehr schön haben mir die Zitate an den Anfängen der Kapitel gefallen, die originale Zitate aus den Austen Romanen gezeigt haben. Die haben Lust auf mehr gemacht und ich bin gespannt auf das erste Buch, welches ich von ihr lesen werde. Wie schon gesagt, kennt man die Geschichte und sie wurde mit der Zeit sehr schleppend. Es war teilweise sehr kindisch wie sich Kate verhalten hat und hat sie richtig unsympathisch gemacht. Sie war unglaublich egoistisch und hat kein bisschen verstanden was sie für einen falschen Weg einschlägt. Sie wollte sich zwanghaft in Scott verlieben, da sie weiß, dass Liebe zum Glücklichsein dazugehört. Das hätte man mit 40 wirklich wissen müssen und allgemein auch mal wie 40 verhalten, denn das hat sie meiner Meinung kein einziges Mal in diesem Buch. Ich hatte anfangs Probleme mir Kate als eine Frau in den Vierzigern vorzustellen, da sie sich einfach benommen hat wie ein 20-jährige.

Ich bin leider auch etwas enttäuscht von dem Buch. Natürlich gab es einige Stellen die mich zum schmunzeln gebracht haben, aber mehr dann auch nicht. Dafür das es so charmant und witzig angepriesen wurde, wurde man wirklich enttäuscht. Nach all den Meinungen, kann ich nur sagen das Austen Fans das Buch lieber nicht lesen sollten. Aber auch als Austen Neuling kann ich keine richtige Empfehlung aussprechen, außer man mag diese Art von Geschichte!

Und noch immer ein großes Fragezeichen in meinem Kopf:

Wieso dieser Titel?

1 Kommentar:

  1. Tja, schon wieder eine Jane-Austen-Anleihe, die ich offenbar nicht lesen muss. Das Beste bei den Romanen von Jane Austen ist für mich ja nicht die schnulzige Liebesgeschichte, sondern der augenzwinkernde Humor und die manchmal bitterböse Ironie. Und das lässt sich leider nur in den seltensten Fällen kopieren...

    AntwortenLöschen